Gerade stand ein Sohn bei uns am Tresen, irgendwo zwischen verzweifelt und amüsiert. Die Mission: Mama und Papa sollen endlich ein Smartphone bekommen. Das alte Tastenhandy gibt langsam den Geist auf, die Tochter schickt ständig Fotos über WhatsApp, und irgendwie will man ja auch mal eben schnell erreichbar sein. Klingt nach einer Kleinigkeit. Wer das aber schon mal versucht hat, weiß: Es ist ein kleiner Kampf.
Hier bei uns an der Warschauer Str. 66 erleben wir genau diese Szenen fast jede Woche. Da kommen Kunden aus Friedrichshain, manchmal schaut auch jemand aus Prenzlauer Berg oder Lichtenberg vorbei, und alle haben dieselbe Frage: Wie erklären wir den Eltern das Ding, ohne dass am Ende alle Beteiligten graue Haare haben?
Warum der Ansatz „Hier, mach mal“ meistens schiefgeht
Der größte Fehler? Ein High-End-Gerät mit vier Kameras und einem Bildschirm, der schärfer ist als die Realität, in die Hand drücken. Das überfordert einfach. Vor allem, wenn man vorher zehn Jahre lang ein Nokia mit physischen Tasten bedient hat, bei dem man für eine SMS gefühlt dreimal den Knopf drücken musste.
Letzte Woche erst hatten wir eine Kundin hier, die ihrer Mutter ein Smartphone geschenkt hatte. Ohne Vorwarnung. Ergebnis: Die Mutter hat sich nicht mal getraut, den Bildschirm zu berühren, aus Angst, etwas kaputtzumachen. Völlig verständlich. Wenn man nicht mit Wischgesten aufgewachsen ist, wirkt die Glasfläche wie ein magisches Rätsel.
Deswegen fangen wir bei der Beratung ganz woanders an. Welches Gerät ist übersichtlich? Welches Betriebssystem verzeiht auch mal einen Fehlklick? Oft landet man da gar nicht bei den neuesten Flaggschiffen, sondern bei grundsoliden Modellen, die einfach das tun, was sie sollen.
Die ersten Schritte: Weniger ist erst mal mehr
Wenn das Smartphone dann da ist, gilt es, den Start so schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Das Wichtigste vorweg: Bloß nicht alle Apps auf den Homescreen klatschen. Niemand braucht auf Anhieb zwanzig bunte Symbole, die blinken und vibrieren.
Außerdem hilft es, die Schriftgröße direkt ganz nach oben zu schrauben. Kein Mensch quält sich gerne ab. Und ganz ehrlich, das betrifft nicht nur die Älteren – manchmal bin ich selbst froh, wenn ich nicht im Halbdunkel raten muss, was da gerade steht.
Ein paar praktische Handgriffe für den Anfang:
- Nur die allerwichtigsten Apps auf die Startseite legen (Telefon, WhatsApp, vielleicht die Kamera).
- Benachrichtigungen von unnötigen Apps direkt ausschalten, damit keine Panik entsteht.
- Einen festen Ablageort in der Wohnung definieren, damit das Gerät nicht ständig gesucht wird.
- Den Klingelton laut genug einstellen, dass man ihn auch im Nebenzimmer hört.
Gemeinsam statt einsam
Das Wichtigste ist Geduld. Und zwar eine Menge davon. Wer den Eltern das Smartphone erklären will, darf das nicht mal eben zwischen Tür und Angel machen, während im Hintergrund die Nudelsoße anbrennt. Setzt euch zusammen hin. Macht einen Kaffee. Schaut euch an, wie die Bedienung funktioniert, und lasst die Eltern es selbst machen. Nicht ihr tippt, sondern sie tippen.
Und wenn ihr merkt, dass ihr selbst an eure Grenzen stoßt oder euch die Geduld ausgeht: Kommt einfach bei uns vorbei. Wir nehmen uns die Zeit, richten das Gerät direkt hier vor Ort ein, erklären die Menüs in Ruhe und machen den Tarif passend. Manchmal ist es einfach entspannter, wenn das jemand macht, der den ganzen Tag nichts anderes tut.
Ihr findet uns direkt an der Warschauer Str. 66. Kommt einfach Montag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag und Sonntag geschlossen vorbei, oder ruft uns kurz unter 030 27571367 an. Wir kriegen das zusammen hin.