Letzte Woche saß hier ein Kunde bei uns im Laden und erzählte mir, dass sein iPhone nur noch bis mittags hält. Er hätte gelesen, dass man das Gerät immer komplett entladen sollte, um den Akku zu "trainieren". Klar, das ist einer dieser hartnäckigen Mythen, die sich einfach nicht totschweigen lassen. Lass mich dir zeigen, was tatsächlich hilft — und worauf du getrost verzichten kannst.
Der größte Mythos: Vollständig entladen und laden
Fangen wir mit dem Klassiker an. Viele denken noch immer, dass Akkus wie alte Batterien funktionieren und man sie komplett leer fahren muss. Das war vielleicht 2005 so. Heute nicht mehr.
Moderne Lithium-Ionen-Akkus mögen das überhaupt nicht. Jedes Mal, wenn du dein Handy komplett entlädst und dann wieder vollständig aufzulädst, belastest du den Akku unnötig. Das verkürzt seine Lebensdauer deutlich. Besser: Lade dein Gerät regelmäßig auf, bevor es unter 20 Prozent fällt. Und wenn es mal geladen ist, nimm es vom Strom — nicht die ganze Nacht am Kabel lassen.
Das mag sich nach Kleinkram anhören, aber wenn du das machst, hast du in zwei Jahren immer noch einen deutlich besseren Akku als wenn du ihn ständig an die Grenzen treibst.
Was wirklich einen Unterschied macht
Jetzt zum praktischen Stuff, das du sofort ausprobieren kannst. Das Erste: Bildschirmhelligkeit runterdrehen. Dein Display ist der größte Stromfresser. Wenn du die Helligkeit auf 30 bis 40 Prozent senkst und die Auto-Helligkeit nutzt, sparst du locker 15 bis 20 Prozent Akkulaufzeit. Probier es mal eine Woche aus.
Zweiter Punkt: Apps, die im Hintergrund laufen. Du brauchst nicht, dass deine Fitness-App, die Wetter-App und drei verschiedene Nachrichten-Services ständig synchronisieren. Geh in die Einstellungen und schalte die Hintergrundaktualisierung für alles aus, was du nicht zwingend brauchst. Das ist nicht kompliziert, und es hilft wirklich.
WLAN ist übrigens energieschonender als Mobilfunk. Wenn du zu Hause bist, nutze dein WLAN. Das kostet weniger Akku als ständig mit 4G oder 5G verbunden zu sein.
Der Punkt, an dem es vorbei ist
Klar, irgendwann ist ein Akku einfach durch. Nach etwa 500 bis 1000 vollständigen Ladezyklen — je nachdem, wie gut du ihn behandelt hast — verliert jeder Akku merklich an Kapazität. Das ist nicht zu verhindern, das ist einfach Physik. Bei uns im Laden haben wir ständig Kunden, deren Handy drei, vier Jahre alt ist und deren Akku nur noch 60 Prozent der ursprünglichen Kapazität hat.
Das ist der Punkt, wo ein Akkutausch sinnvoll wird. Und das ist nicht teuer — deutlich günstiger als ein neues Handy. Bei O2, Vodafone oder den anderen Anbietern, mit denen wir arbeiten, sind Reparaturen auch oft noch in der Gewährleistung abgedeckt. Wir können da helfen.
Noch ein paar kleine Tricks
Dunkelschirm-Modus: Wenn dein Handy ein OLED-Display hat (das ist bei den meisten neuen Modellen so), spart der Dark Mode tatsächlich Akku. Bei LCD-Displays ist das egal.
Flugzeugmodus nachts? Brauchst du nicht, wenn du ohnehin nicht erreichbar sein möchtest. Dann kannst du den Flugzeugmodus aktivieren — das spart Akku, weil das Handy nicht ständig nach Netzwerk sucht.
Wichtig: Finger weg von diesen Akku-Spar-Apps aus dem Play Store. Das sind meistens Placebo. Dein Betriebssystem macht das schon besser.
Komm vorbei, wenn's ernst wird
Wenn dein Akku wirklich hinüber ist, bringt es vorbei. Wir sind montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr hier auf der Warschauer Straße 66 in Friedrichshain — gleich in der Nähe vom Ostbahnhof. Du kannst auch kurz anrufen unter 030 27571367, wenn du vorher wissen möchtest, wie lange es dauert oder was es kostet. Meistens kriegst du einen Termin noch am selben Tag.
Und wenn du ein neues Gerät brauchst? Auch da helfen wir weiter. Mit Tarifberatung, Finanzierung, alles klar.